Gäste aus ganz Europa sprechen über die Zugänglichkeit der Europäischen Kulturrouten

 Gäste aus ganz Europa sind vom 16. bis 18. Oktober 2018 in Weißenfels zu Gast. Die Saalestadt ist in diesem Jahr einer von drei Ausrichtern der zwischenstaatlichen Konferenzen anerkannter europäischer Kulturrouten. Die Wahl für Weißenfels ist nachvollziehbar. Die VIA REGIA war zu Zeiten des Heiligen Römischen Reiches einer der bedeutendsten Handelswege, der von der Atlantikküste bis an den Dnjepr verlief. Auch an Weißenfels führte die Straße vorbei. Im Jahr 2005 wurde die VIA REGIA vom Europarat zur europäischen Kulturroute erklärt. Auch die Straße der Romanik (TRANSROMANICA) liegt mit einem Standort in Goseck in direkter Nachbarschaft.

Im Ratssaal am Kloster kommen Teilnehmer aus neun Ländern zusammen. Insgesamt vertreten sie 13 verschiedene europäische Kulturrouten. So sind neben der VIA REGIA und TRANSROMANICA unter anderem auch Partner der Jewish-Heritage-Route, der Mont-Saint-Michel-Straße sowie der Route Römischer Kaiser und der Weinroute der Donau vor Ort. Wichtigstes Ziel der Konferenz ist der Erfahrungsaustausch der Kulturrouten-Partner. In Weißenfels beschäftigen sich die Teilnehmer zudem mit der Zugänglichkeit der Kulturrouten. Dabei geht es zum Beispiel um die Internetauftritte sowie um örtliche Begebenheiten und Voraussetzungen an den Kulturrouten, um die Zugänglichkeit für alle zu ermöglichen.

Die Stadt Weißenfels unterstützt wie viele andere anliegende Städte und Gemeinden den französischen Verband Europäischer Kulturrouten (FFICE – Fédération Française des Itinéraires Culturels Européens), der Träger des internationalen Austauschprojektes ist.

Das Projekt wird vom EU-Erasmus-Plus-Programm gefördert. Zusätzlich unterstützen lokale Partner wie die Städte Forli, Pula, Weißenfels, Thiron-Gardais sowie das französische Kulturministerium  und die kroatische Wirtschaftskammer die Veranstaltungen. Im Rahmen vergangener Konferenzen verständigten sich die Teilnehmer unter anderem über den Schutz und die Bewahrung des kulturellen Erbes der Kulturrouten, über die Entwicklung europäischer Netzwerke sowie über soziale Inklusion und Bürgerbeteiligung