Am kommenden Wochenende verwandeln ein provisorischer Altar, Weinlaub und brennende Kerzen das Kelterhaus der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut in einen weihevollen Raum. Traditionell wird an diesem ersten November-Samstag Erntedank um 13 Uhr mit einem Gottesdienst gefeiert.

Die Predigt hält der Pfarrer der evangelischen Gemeinde von Freyburg, Arvid Reschke. Anders als der kirchliche Kalender ausweist, warten die Weinbauern mit ihrem Dank erst auf das Einfahren der letzten Trauben aus den Rebanlagen. Die waren allerdings in diesem Jahr besonders früh im Keller. Der Himmel hatte mit dem langen und extrem trockenen Sommer den Winzern dabei so manche harte Prüfung auferlegt. Trotzdem reifen nun rund 2,4 Millionen Liter Most in den Fässern und Edelstahltanks zu Saale-Unstrut-Weinen heran. Die ersten abgefüllten Weine des Jahrgang 2018 wird es ab Ende November geben.

Doch der aktuelle Jahrgang kann bereits verkostet werden und schickt als Vorhut einen Blanc de Noir, der auf dem Bauernmarkt in die Gläser kommt. Und auch auf den süßen Federweißen muss nicht verzichtet werden.

Zu diesem herbstlichen Treffen auf der Freifläche der Genossenschaft mit herrlichem Blick auf die Neuenburg bieten bereits ab 11 Uhr regionale Handwerker und Landwirte ihre Erzeugnisse feil – von hausschlachtener Wurst über frischen Zwiebelkuchen und süßen Likören bis hin zu Honig oder Kräuteraufstrichen. Zudem gibt es Holzspielzeug, Socken aus Alpakawolle und natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Zu jeder vollen Stunden laden zwischen 13 und 15 Uhr Kellerführungen ein. (5,00 Euro/Pers.)

Foto: Holzfasskeller der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut / Thomas Meinicke

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