Erben: Eisenbahnaufsicht lässt sich vom Bahnbetreiber auf der Nase herumtanzen Am heutigen Donnerstag war die seit dem Hochwasser 2013 unterbrochene Bahnverbindung Zeitz-Tröglitz Thema im Landtag von Sachsen-Anhalt. Auf Antrag der SPD-Fraktion musste die Landesregierung im Verkehrsausschuss dazu Stellung nehmen, was man fünf Jahre nach dem Hochwasser unternimmt, um den Bahnbetreiber Bayrische Regionaleisenbahn (BRE) zu zwingen, seiner Instandsetzungs- und Betriebspflicht nachzukommen.

Der Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben fand die Beratung im Verkehrsausschuss ziemlich ernüchternd. Die Eisenbahnaufsichtsbehörde sehe sich rechtlich außerstande mit Anordnungen und Verwaltungszwang (Zwangsgeld) gegen den Betreiber
vorzugehen. Immerhin habe der Bahnbetreiber ein „erfahrenes Ingenieurbüro“ gebunden und habe versichert, dass ab Frühjahr 2019 gebaut und die Strecke ab Herbst 2019 wieder befahrbar sein wird. Überzeugt hat dies Rüdiger Erben nicht. Er will nun genau darauf achten, ob in den nächsten Wochen ausgeschrieben wird, was Voraussetzung für die Einhaltung des vorgenannten Zeitplanes wäre.

Erben: „Ich kann nicht verstehen, dass sich die Behörde in dieser Weise auf der Nase herumtanzen lässt. Nach fünfeinhalb Jahren kann man noch immer keinen Baubeginn vorweisen kann. Wer eine Eisenbahnstrecke betreibt, der hat auch die Pflicht zur Instandsetzung
und zum Betrieb. Das ist Gesetz und Gesetze sind einzuhalten. Wer das nicht tut, der muss dazu von der zuständigen Behörde angehalten werden.“