Aktuelles aus dem Burgenlandkreis

Schienenpersonennahverkehr im Burgenlandkreis

Erben: Ich erwarte, dass den Versprechen von Abellio und NASA jetzt endlich Taten folgen Ende letzten Jahres teilte das Bahnunternehmen Abellio überraschend mit, dass die Regionalbahnlinie RB 77 Naumburg Ost – Naumburg Hbf – Freyburg/Unstrut – Laucha – Nebra – Wangen/Himmelsscheibe vom 02.01.2019 bis voraussichtlich 08.02.2019 nicht mit Zügen, sondern nur noch mit Bussen im Schienenersatzverkehr bedient wird. Als Grund gab der Bahnbetreiber an, dass man noch immer nicht aus-reichend Fahrpersonal rekrutieren konnte. Wenige Tage später wurde dieser Zeit-raum bis zum 03.03.2019 verlängert.

Der Weißenfelser SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben kritisierte schon damals die Entscheidungen scharf und forderte von der landeseigene NASA Konse-quenzen. Doch die NASA beließ es genauso wie das Verkehrsministerium bislang bei einer „Rüge“ für Abellio.

Deshalb verlangte Rüdiger Erben zunächst Auskunft von der Landesregierung zu den vorläufigen Auswirkungen der Nichterfüllung des Verkehrsvertrages für die Un-strutbahn. Die Antworten liegen nunmehr als Vorabdruck vor (siehe Anlage). So wur-de offengelegt, dass bereits seit der Übernahme am 09.12.2018 bis zum Jahresende 65 von 769 Fahrten auf der Unstrutbahn ersatzlos ausfielen.

Bis zum Freitag dieser Woche werden seit 02.01.2019 insgesamt 1.247 Fahrten er-satzlos ausfallen, was über 42.000 nicht erbrachten Zugkilometer entspricht.

Weiter führt die Verkehrsminister Webel aus, dass man erst am 04.01.2019 vom tat-sächlichen Ausmaß des Personalmangels erfahren habe. Man wolle nun mit einen „Controlling“ den Betreiber Abellio anhalten, seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Erben: „Ich habe wenig Verständnis für den Langmut mit Abellio. Ich baue aber da-rauf, dass es an 4.März wieder einen stabilen Betrieb auf der Unstrutbahn gibt. Die NASA hat keine harten Konsequenzen gegen Abellio ergriffen und zugleich versi-chert, dass ab März alles planmäßig verläuft. Das muss jetzt funktionieren, alles an-dere wäre für Pendler und den Tourismus im Unstruttal eine Katastrophe.“

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